Zertifizierung als "Europaschule"

Europaschulen vermitteln ihren Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Wissen über Europa. Sie machen es sich zur Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf ein Leben im gemeinsamen Haus Europa vorzubereiten. Sie fördern die europa­orientierte interkulturelle Kompetenz durch Wissensvermittlung, Begegnung und Dialog mit Menschen anderer Länder und Kulturen. Alle am Schulleben Beteiligten leisten damit einen herausragenden Beitrag zur weltoffenen Erziehung der jungen Menschen und zum weiteren Zusammenwachsen Europas.

Wir haben vor, uns mittelfristig als eine solche "Europaschule" zertifizieren zu lassen. Hierzu müssen wir gewisse Kriterien erfüllen. In diesen Kriterienkatalog gehören u.a. die Integration europäischer Themen, das Fremdsprachenlernen, projektorientierte Schulpartnerschaften und Praktika, Personalqualifizierung und Personalentwicklung und Qualitätssicherung.

Was ist ein Erasmus-Plan?

Wesentliche Grundlage der Akkreditierung für die neue Programmgeneration Erasmus+ Schulbildung ab 2021 ist der sog. Erasmus-Plan.

In diesem Plan "mussten" wir beschreiben, auf welche Weise wir durch die Teilnahme an den verschiedenen Leitaktionen profitieren wollen und es somit auch unseren Lehrkräften und Schüler:innen zugute kommen wird.

So werden uns die in diesem Plan beschriebenen Ziele helfen, mittelfristig auch die Zertifizierung als Europaschule zu erreichen.

Der Erasmus-Plan besteht aus drei Teilen: den Zielen, Aktivitäten und Planung in Bezug auf Management und Ressourcen (u.a. Einhaltung der Erasmus-Qualitätsstandards).

ZieleErklärung
Auf- und Ausbau eines europäischen Profils der SchuleDas Erlernen von Fremdsprachen und Fördern von Mehrsprachigkeit unterstützt uns in der
erfolgreichen Einbindung der Multikulturalität in den Schulalltag. Durch länderübergreifende Projekte
bzw. aktive Partnerschaften mit europäischen Partnerschulen und Fortbildungsangeboten für
Lehrkräfte fernab des Bremer Systems werden Grundlagen für eine erfolgreiche Vermittlung des
europäischen Gedankens gelegt.
Verbesserung der Qualität des Unterrichts und des Lernens und Stärkung der beruflichen Kompetenzen
des Kollegiums
Durch strukturierte Fortbildungen sowie ggf. kollegiale Hospitationen an europäischen Partnerschulen
(u.a. Job Shadowing) und Weiterbildungen hinsichtlich dem Verwendung digitaler Medien erwarten wir
ein gesteigertes Know-how der KollegInnen. Über den effektiven Einsatz digitaler Medien im Unterricht
erwarten wir eine verbesserte Lernsituation für unsere SchülerInnen.
Schaffung der Möglichkeit von Schülermobilitäten (Schüleraustausche)Durch Organisation und Durchführung von Schüleraustauschen fördern wir die Sprachkompetenz und
Mehrsprachigkeit sowie die politische Teilhabe der SchülerInnen am demokratischen Leben innerhalb der
EU.
Förderung der Teilhabe am demokratischen Leben in der EUDemokratisches Verständnis entwickeln Kinder und Jugendliche ganz besonders über persönliche
Erfahrung, über eigenes Handeln und somit durch den Aufbau persönlicher und sozialer Kompetenzen.
Durch Auslandsaufenthalte werden fachliche, sprachliche und soziale Kompetenzen der SchülerInnen
ausgebaut, um den Übergang in die europäische Berufswelt zu erleichtern. Darüber hinaus findet
hierdurch eine Förderung der Schlüssel- und Querschnittskompetenzen der SchülerInnen statt, wodurch
bessere Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt und in der europäischen Gemeinschaft zu
erwarten sind.
Aufbau eines europäischen KooperationsnetzwerksDas Netzwerk soll als Baustein für Schülermobilitäten dienen, um einen erleichterten Zugang zu Praktika
und individuelle Gastbesuche an Schulen im europäischen Ausland zu ermöglichen.

Teilen von Ergebnissen und Wissen über das Programm

  1. Teilen von Ergebnissen innerhalb der Einrichtung: Die begünstigten Einrichtungen sollen ihre Teilnahme am Programm intern allgemein bekannt machen und den Teilnehmern/innen die Möglichkeit bieten, über ihre Mobilitätserfahrungen zu berichten.
  2. Teilen von Ergebnissen mit anderen Organisationen und der Öffentlichkeit: Die begünstigten Einrichtungen sollen die Ergebnisse ihrer Aktivitäten mit anderen Organisationen und der Öffentlichkeit teilen.

Auswahlkriterien für Teilnehmende an Aktivitäten des Erasmus+ Programms

  1. Personal
    Keine Lehrkraft wird von einer möglichen Teilnahme ausgeschlossen. Letztlich geht es immer um die Passung der jeweiligen Fächerkombination, die Fremdsprachenkenntnisse und die Eignung der Lehrkraft. Über letztere wird die Steuerungsgruppe rund um den Schulleiter (Herr Beck) und den Europabeauftragten der Schule (Herr Schmitt) entscheiden. Im Auswahlverfahren behalten wir es uns vor, auch kurze Motivationsschreiben zu verlangen.
  2. Lernende
    Grundsätzlich schließen wir niemanden von einer Teilnahme an einem Programmbaustein aus. Geplante Grundlage für eine Teilnahme wird eine Kurzbewerbung mit individuellem Motivationsschreiben sein. Um eine möglichst hohe Chancengleichheit für alle SchülerInnen zu gewährleisten, dürfen Schüler dieses auch in englisch verfassen, damit möglichst verringerte deutsche Sprachkenntnisse von SchülerInnen mit anderen Muttersprachen ihnen nicht zum Nachteil wird.

Je nach Zielort und Thema der Mobilität können Schüler durch ihr Engagement in Arbeitskreisen wie zum Beispiel "SoR", "Jugend debattiert" und "Jugend forscht" ihre Chancen erhöhen. Durch besondere Leistungen wie beispielsweise im Schulalltag (u.a. Schulsprecher, Kurssprecher, Schulsanitätsdienst, Schülerzeitung, Schulband, Robotik-AG) oder im BSO-Bereich können Schüler die Wahrscheinlichkeit an einer Teilnahme ebenso positiv beeinflussen.

Zudem werden auch immer SchülerInnen mit physischen oder kognitiven Einschränkungen berücksichtigt. Weitere Kriterien zur Teilnahme könnten der finanzielle Hintergrund des Elternhauses oder die persönliche Lebensumstände des Schülers/ der Schülerin sein.
Um möglichst vielen SchülerInnen eine Teilnahme zu ermöglichen, werden ggf. diejenigen bevorzugt, die noch an keiner anderen Schülermobilität teilgenommen haben.

Qualitätsstandards

Einrichtungen, die Mobilitätsmaßnahmen durchführen, sind verpflichtet, Erasmus-Qualitätsstandards einzuhalten. Diese Standards sollen sicherstellen, dass alle Teilnehmer/innen gute Mobilitätserfahrungen machen und gute Lernergebnisse
erzielen und dass alle Einrichtungen, die Fördermittel aus dem Programm erhalten, zu den Programmzielen beitragen. Die ordnungsgemäße Einhaltung der Erasmus-Qualitätsstandards im nationalen Kontext wird gegebenenfalls durch die zuständige nationale Agentur überprüft.

Grundsätze

  1. Inklusion und Vielfalt
  2. Ökologische Nachhaltigkeit und Verantwortung
  3. Digitale Bildung, inkl. virtuelle Kooperation, virtueller Mobilität und gemischte Mobilität
  4. Aktive Beteiligung am Netzwerk der Erasmus-Einrichtungen