Καλώς ήρθατε στην Αθήνα!

Erasmus+ und DGJW-Austausch mit der 3rd Junior High School of Zografou, Athen

Unsere Erasmus+-Reise nach Athen war für uns eine spannende und unvergessliche Erfahrung. Gemeinsam mit unserem Kunstleistungskurs konnten wir im Februar 2026 eine Woche lang die griechische Kultur, Geschichte und den Alltag vor Ort kennenlernen. Schon am ersten Tag beeindruckte uns die besondere Atmosphäre der Stadt. Bei unserem Rundgang durch Plaka und das kleine Viertel Anafiotika mit seinen engen Gassen und weißen Häusern hatten wir das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Der Blick auf die Stadt und die historischen Bauwerke war einfach beeindruckend.

Während der Woche besuchten wir verschiedene Museen, in denen wir viel über griechische Mythen, Kunst und Traditionen lernten. Besonders spannend fanden wir den Workshop im Museum für Kinderkunst, bei dem wir selbst kreativ werden konnten. Nach dem Vorbild von Pablo Picasso fertigten wird Selbstporträts an. Auch die Nationalgalerie zeigte uns, wie vielfältig Kunst sein kann und wie Geschichte und Kultur darin lebendig werden. Uns fiel auf, dass die griechischen Schülerinnen und Schüler sich sehr intensiv mit ihrer Kultur auseinandersetzen und mit viel Stolz auf die lang zurückreichende und ruhmreiche Geschichte Griechenlands zurückblicken.

Ein echtes Highlight war der Besuch der Akropolis und des Akropolismuseums. Es war etwas Besonderes, die berühmten Bauwerke endlich einmal mit eigenen Augen zu sehen. Hier hätten wir noch viel mehr Zeit verbringen können, weil die sonst im Unterricht eher drögen theoretischen Grundlagen hier für uns plötzlich viel greifbarer und imposanter wurden. Im Volkskunstmuseum arbeiteten wir anschließend mit griechischen Schülerinnen und Schülern zusammen. Dabei tauschten wir uns auf Englisch aus und erfuhren mehr über unsere unterschiedlichen, aber auch ähnlichen Traditionen. Die griechischen Schülerinnen und Schüler sprechen super Englisch, viele von ihnen nehmen Nachhilfeunterricht nach der Schule. Sie wollen später im Tourismusbereich arbeiten oder überlegen später, aus Griechenland auszuwandern. Die wirtschaftliche Lage macht das Leben in Athen teuer, auf dem Land ist es noch schwieriger.

An allen Tagen besuchten wir auch unsere Gastschule, mal zur Sprachanimation, die durch das Deutsch-Griechische Jugendwerk (DGJW) gefördert wurde, mal um am Faschingsfest teilzunehmen. An diesem Tag ist es üblich, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte kostümiert in die Schule kommen. Wir wurden eingeladen, bei den griechischen Kreistänzen mitzumachen und es gab, wie immer, reichlich zu essen. Am Freitag nahmen wir am Kunstunterricht teil und durften die Technik des Blaudrucks selbst ausprobieren. Es war interessant zu sehen, wie der Schulalltag in Griechenland aussieht. Wir führten viele nette Gespräche, manche sogar auf Deutsch, weil viele Leute in Griechenland Deutsch als zweite Fremdsprache wählen und gemeinsam mit uns in Übung bleiben wollten.

Neben dem Programm blieb uns Zeit, Athen selbst zu entdecken, noch mehr griechisches Essen zu probieren und gemeinsam die Stadt zu genießen. Die Reise hat uns gezeigt, wie bereichernd es ist, andere Kulturen kennenzulernen und neue Menschen zu treffen. Wir werden die vielen schönen Eindrücke und Erlebnisse aus Athen bestimmt noch lange in Erinnerung behalten – nur das Viertel, in dem unser Hotel war, werden wir nicht vermissen. Uns ist nichts passiert, wir waren nie in Gefahr, aber es fühlte sich gruselig und manchmal auch eklig an, die vielen Drogenabhängigen auf der Straße zu sehen. Wir hatten Mitleid und konnten nicht helfen. Als Urlauber/in hätte man  diese Seite Athens bestimmt nicht gesehen. Wir danken Erasmus+ und dem Deutsch-Griechischen Jugendwerk, dass sie durch ihre finanzielle Unterstützung den Austausch und die tollen Erlebnisse ermöglicht haben.

DGJW geförderter Gegenbesuch der Athener Schülerinnen und Schüler in Bremerhaven

Nachdem wir im Februar 2026 Athen unsere Erasmus+-Reise nach Athen absolviert hatten, durften wir unsere Partnerschülerinnen und -schüler aus Athen schon im März 2026 in Bremerhaven begrüßen. Ihre Reise und das Programm vor Ort wurde durch das Deutsch-Griechische Jugendwerk gefördert. Wir freuten uns darauf, Partnerschüler­innen und -schüler wiederzusehen und ihnen unsere Stadt und unseren Schulalltag näherzubringen. Schon am ersten Abend war die Atmosphäre wieder offen und vertraut, als hätten wir uns gerade gestern in Athen verabschiedet. Beim gemeinsamen Stadtrundgang und beim anschließenden Abendessen in der Burger Bar entstanden schnell interessante Gespräche und wir lachten viel zusammen.

Am zweiten Tag fuhren wir gemeinsam nach Bremen. Während einer Selfie-Stadttour entdeckten wir bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Bremer Stadtmusikanten, die auch in die Sprachanimation miteinbezogen wurde. Erst kam es uns peinlich vor, zu miauen und zu bellen, aber als die Lehrkräfte voll mit einstiegen, blieb uns nichts anderes übrig, als den Spaß auch mitzumachen. Wir sind ja selbst auch gar nicht so oft in Bremen, und so war es schön, die Region gemeinsam zu erkunden. Dann zeigten wir unseren Gästen die Kunsthalle, die wir seit unserer Ausstellung dort sehr gut kennen. Wir betrachteten nur wenige, aber dafür richtig interessante Kunstwerke und nahmen, genauso wie in Athen gemeinsam an einem Workshop teil. Dieses Mal ging es darum, die Bremer Stadtmusikanten individuell und in Partnerarbeit umzugestalten. Wir zeichneten unsere Lieblingstiere mit Öl-Pastell-Kreiden und stapelten sie aufeinander. Erst kam uns die Aufgabe etwas peinlich vor, aber als die vielfältigen Bilder nebeneinander lagen, ergab die Aufgabe einen Sinn.

Uns hat auch der gemeinsame Tag an unserer Schule besonders gefallen. Nach der Begrüßung arbeiteten wir in einem Workshop zum Thema „Märchen und Legenden in moderner Darstellung“ zusammen. Dabei konnten wir in unserem Kunstraum kreativ werden und viel voneinander lernen. Wir luden unsere Gäste dann in die Mensa und das Deutsche Auswandererhaus ein. Wir hatten extra einen Workshop für sie gebucht, nach dem sie leider nicht die ganze Ausstellung zum Thema Migration anschauen durften. Trotzdem merkten wir, dass die Themen Offenheit und gegenseitiges Verständnis noch einmal ganz anders in den Schülerinnen und Schülern angeschnitten worden waren. Bei der anschließenden digitalen Stadtrallye wirkten alle Teilnehmenden nachdenklich und interessierten sich mehr für die Menschen auf den Straßen als für die Sehenswürdigkeiten.

Am nächsten Tag erfüllten wir unseren Gästen alle Wünsche. Zuerst besuchten sie auf ausdrücklichen Wunsch der Schülerinnen und Schüler den Zoo am Meer und durften einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen werfen. Danach fuhren wir, weil eine der griechischen Lehrkräfte in Deutschland groß geworden war, an die Nordseeküste und nahmen an einer Wattwanderung mit Herrn Siebs teil, obwohl es dafür eigentlich viel zu kalt war. Für unsere Gäste war das Wattenmeer etwas völlig Neues, und es machte riesigen Spaß, ihnen dieses besondere Erlebnis zu ermöglichen. Beim gemeinsamen Abschiedsabendessen ließen wir die abwechslungsreise Woche noch einmal Revue passieren und uns wurde bewusst: Es ist richtig spannend, die eigene Heimat aus den Augen unserer Gäste zu sehen. Wir verabschiedeten uns sehr freundschaftlich und überraschten die Athenerinnen und Athener mit einem CvO-Regenschirm als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit – bei Wind und Wetter. Schade, dass wir uns nicht gleich im April wiedersehen können. Aber wir bleiben in Kontakt!

Unser großer Dank geht an Erasmus+ und das DGJW sowie an unsere Lehrkräfte aus Bremerhaven und Athen, die nicht nur die Wochen begleitet haben, sondern durch ihre Vor- und Nachbereitung die finanzielle Unterstützung und damit unsere Austauscherfahrung ermöglicht haben.