Eine Woche voller neuer Begegnungen, spannender Ausflüge und interessanter Gespräche – so werden wir unseren Erasmus+-Besuch vom dritten Gymnasium aus Zografou (Athen) in Erinnerung behalten. Gemeinsam beschäftigten wir uns mit dem Thema „Inklusion in Europa“ und lernten dabei nicht nur viel über unsere unterschiedlichen Kulturen, sondern auch über die Werte, die uns in Europa verbinden.
Zur Vorbereitung der Woche trafen wir uns mehrmals über Zoom. Das war toll, denn so begrüßten wir zum Anfang unserer Woche unsere Gäste an unserer Schule, als ob wir uns schon ewig kennen würde. Gemeinsam mit vielen Lehrkräften, auch aus Polen und Spanien stellten wir uns gegenseitig unseren Schulalltag sowie unsere Erasmus+-Projekte vor. Wir hatten richtig was zu erzählen und zu erfahren. In einem kreativen Workshop tauschten wir Schülerinnen und Schüler uns dann darüber aus, was Inklusion für uns bedeutet und erkundeten bei einem Stadtrundgang gemeinsam unsere Lieblingsorte in Bremerhaven.
Wirklich genossen haben wir den Besuch des Klimahauses. Auf einer Reise entlang des achten Längengrades erlebt man dort verschiedene Klimazonen und erfährt, wie unterschiedlich Menschen weltweit leben. Auch der gemeinsame Unterricht mit den Themenorientierten Projektklassen (ToP-Klassen) war eine bereichernde Erfahrung. Trotz kleiner Sprachbarrieren arbeiteten wir erfolgreich zusammen und lernten viel voneinander.
Im Deutschen Auswandererhaus beschäftigten wir uns mit den Geschichten von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Die Ausstellung regte uns zum Nachdenken über Migration, Zusammenhalt und wiederum die Bedeutung von Inklusion an.
Eine weitere Besonderheit der Besuchswoche war, dass auch die Integrierte Gesamtschule Oyten an vielen Tagen am Programm teilgenommen hat. Am Donnerstag haben wir uns erst ihre Schule mit einem ganz besonderen Konzept angeschaut. Sie haben alle Hauptfächer in Lernbüros, können also selbst entscheiden, wie oft sie Mathe, Englisch und Deutsch haben und bei welcher Lehrkraft. Dann sind wir noch zusammen nach Bremen zum Europapunkt gefahren. Wir erarbeiteten in einem Workshop, welche Bedeutung Inklusion für Europa hat und durften noch ein bisschen selbstständig die Bremer Innenstadt erkunden.
Nun blicken wir gemeinsam auf eine erlebnisreiche Woche zurück und haben uns zur Nachbesprechung sogar noch einmal im Zoom gesehen. Das hat uns den Abschied etwas leichter gemacht, aber schwer gefallen ist uns das „Auf Wiedersehen“ sagen trotzdem. Die gemeinsame Zeit hat uns gezeigt, wie bereichernd der Austausch mit jungen Menschen aus anderen Ländern ist. Wir nehmen viele neue Perspektiven und die Erfahrung mit, dass Europa vor allem durch Begegnungen und gegenseitiges Verständnis lebt.
